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Rheinhessische Patienteninformation

Begriffsdefinitionen

Lexikon, Begriffsdefinitionen

 

Haben Sie auch schon öfters Bezeichnungen auf dem Praxisschild gesehen und konnten mit diesen nichts anfangen ?

Wir wollen dem ein Ende bereiten!
In unserem Arztlexikon sind alle Bezeichnungen für Ärztinnen und Ärzte beschrieben, die diese nach einer qualifizierten Weiterbildung und entsprechender Überprüfung durch die Bezirksärztekammer Rheinhessen erhalten können.

Begriffe von A - H    I - L    M - R    S - Z
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Allgemeinmedizin
Die Allgemeinmedizin umfasst die gesundheitlichen Aspekte des gesamten menschlichen Lebensbereichs, die Krankheitserkennung und -behandlung der Patienten, unabhängig von Alter, Geschlecht und Art der Gesundheitsstörung. Dazu gehören die Erkennung und Bewertung psychosomatischer Erkrankungen und psychosozialer Zusammenhänge, die Vorsorge und Gesundheitsführung, die Früherkennung von Krankheiten, die Behandlung lebensbedrohlicher Zustände, die ärztliche Betreuung von Familien, von chronisch Kranken und von alten Menschen, die Erkennung und Behandlung von milieu- und umweltbedingten Schäden, die Einleitung von Rehabilitationsmaßnahmen sowie die Integration der medizinischen, sozialen und psychischen Hilfen für die Kranken und die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärztinnen oder Ärzten anderer Gebiete, Ärztinnen oder Ärzten in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Inhalt und Ziel der Weiterbildung:
Vermittlung, Erwerb und Nachweis eingehender Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in der allgemeinärztlichen Beratung, Diagnostik und Therapie, der Gesundheitsförderung und Prävention, der Früherkennung von Krankheiten, der Erkennung und primärärztlichen Behandlung von Notfällen und komplizierten oder gefährlichen Krankheitsverläufen, der Integration medizinischer, sozialer und psychischer Hilfen einschließlich der Rehabilitation, unter Beachtung des familiären und sozialen Umfeldes.

Hierzu gehören in der Allgemeinmedizin:
Eingehende Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in
  • der primärärztlichen Diagnostik, Therapie und Beratung bei allen auftretenden Gesundheitsstörungen

  • den Besonderheiten ärztlicher Behandlung von Patienten in ihrem häuslichen Milieu und ihrem weiteren sozialen Umfeld in Kenntnis der erlebten Langzeitanamnese

  • primärärztlicher Akut- und Notfallversorgung

  • Besonderheiten der ärztlichen Hausbesuchstätigkeit und der dazu notwendigen Ausstattung

  • hausärztlichen Funktionen und der Familienmedizin

  • Aufbau und Erhaltung eines persönlichen Patienten-Arzt-Verhältnisses

  • dem Erwerb von Fähigkeiten zur Kontaktaufnahme und zum dauernden Umgang mit dem Patienten und seinen Bezugspersonen, verbale und nonverbale Kommunikation

  • Fähigkeiten zur Führung eines ärztlichen Gespräches

  • der Erkennung der Lebensweise von Patienten und deren Verhalten bei Beeinträchtigung der Gesundheit

  • der Gesundheitsberatung und Prävention

  • dem Impfwesen

  • den Auswirkungen von Noxen am Arbeitsplatz und aus der Umwelt

  • der Früherkennung von Gesundheitsstörungen und Erkrankungen

  • der Motivierung des Patienten zur therapeutischen Mitarbeit, auch durch die Bildung von therapeutischen Patientengruppen

  • langfristiger Behandlung und ärztlicher Betreuung chronisch kranker, multimorbider sowie bettlägeriger und sterbender Patienten

  • Besonderheiten bei der Diagnostik und Therapie geriatrischer Patienten

  • gezielter Einbeziehung weiterer ärztlicher, pflegerischer und sozialer Hilfen in die Behandlung als soziale Integrationsfunktion

  • Koordinierung der ärztlichen Behandlung als Hausärztin oder Hausarzt in Zusammenarbeit mit den Ärztinnen oder Ärzten anderer Gebiete

  • der Einleitung und Durchführung rehabilitativer Maßnahmen und Verfahren

  • der Begutachtung und Bewertung der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit, der Arbeitsfähigkeit, der Berufs- und Erwerbsfähigkeit sowie der Pflegebedürftigkeit

  • Krisenintervention

  • der psychosomatischen Grundversorgung

  • den Grundsätzen der Qualitätssicherung in der Allgemeinmedizin

  • der Pharmakologie der im Gebiet gebräuchlichen Pharmaka und Kontrastmittel (Pharmakokinetik, Wechsel- und Nebenwirkungen) einschließlich ihres therapeutischen Nutzens (auch Kosten-/Nutzenrelation), medikamentöser Therapie einschließlich der Dauertherapie chronisch Kranker, der Probleme der Mehrfachverordnungen, Risiken des Arzneimittelmissbrauchs, gesetzliche Auflagen bei der Arzneimittelverschreibung und Arzneimittelprüfung sowie den hierbei zu beachtenden ethischen Grundsätzen

  • dem Krankenversicherungswesen und in der Sozialgesetzgebung

  • Dokumentation von Befunden, ärztlichem Berichtswesen, einschlägigen Bestimmungen der Sozialgesetzgebung (Reichsversicherungsordnung, Sozialgesetzbuch, Krankenkassenverträge, Rentenversicherung, Unfallversicherung, Mutterschutzgesetz, Jugend- und Arbeitsschutzgesetz und andere Bestimmungen) und für die Arzt-Patienten-Beziehung wichtigen Rechtsnormen der Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der anderen Gebiete, soweit sie für die allgemeinmedizinische Tätigkeit in ihrer primärärztlichen Funktion erforderlich sind.


Hierzu gehören für die Allgemeinmedizin aus dem Gebiet der Inneren Medizin:
Eingehende Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in
  • Diagnostik, Differentialdiagnostik und Therapie der häufig in der Allgemeinpraxis vorkommenden inneren Krankheiten

  • Diagnostik und Therapie akuter Notfälle einschließlich Wiederbelebung

  • der Indikation, Durchführung und Bewertung elektrokardiographischer Untersuchungen, der Kreislauf- und der Lungenfunktionsdiagnostik

  • der medikamentösen und diätetischen Therapie

  • der physikalischen Therapie einschließlich der Gerätekunde

  • der Indikation, Durchführung, Bewertung und Dokumentation von Ultraschalluntersuchungen innerer Organe, ausschließlich der Echokardiographie

  • der Endoskopie des Enddarmes

  • der Beherrschung der für die Allgemeinpraxis grundlegenden instrumentellen Techniken sowie Infusionen und Punktionen

  • der Methodik und Durchführung des Grundleistungslabors des Gebietes sowie der Bewertung der Befunde

  • der Probeentnahme und sachgerechten Probenbehandlung von Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen für das allgemeine Labor des Gebietes sowie in der Einordnung der Befunde in das Krankheitsbild

  • der Methodik und Durchführung des speziellen Labors des Gebietes sowie der Bewertung der Befunde

Vermittlung und Erwerb von Kenntnissen
  • über die Durchführung der Laboruntersuchungen

Hierzu gehören für die Allgemeinmedizin aus dem Gebiet der Chirurgie:
Eingehende Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in
  • Diagnostik, Differentialdiagnostik und Therapie der häufig in der Allgemeinpraxis vorkommenden chirurgischen Krankheiten

  • der kleinen Chirurgie

  • der Versorgung Unfallverletzter, Wiederbelebung und Erstversorgung chirurgischer Notfälle

  • der Beratung beim Stellen der Operationsindikation unter Berücksichtigung des Lebensalters, des Gesundheitszustandes und der Patientenumwelt

  • der präoperativen Diagnostik und nachstationären Behandlung
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