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Rheinhessische Patienteninformation
 

Rückenschmerzen - Beine so schwer wie Blei?

 
 

Etwa 1,5 Millionen Frauen stehen sich in den vorwiegend im Stehen ausgeübten Berufen "die Beine in den Bauch". Hierzu gehören nicht nur Friseurinnen und Verkäuferinnen, sondern auch Beschäftigte in Heil- und Pflegeberufen, so auch Arzthelferinnen und Zahnarzthelferinnen. Fast jede zweite Frau in diesen Berufen greift zu Medikamenten, besonders gegen Rückenschmerzen oder Kreislaufbeschwerden. Erkrankungen des Halteapparates und Gefäßsystems verursachen in Stehberufen heute schon doppelt so viele Ausfalltage, wie in anderen Berufsgruppen. Auch die Anzahl der Frühgeburten dieser Frauen ist im Vergleich zu sitzend tätigen Frauen mehr als doppelt so hoch.

Die Ursache hierfür ist das lange andauernde Stehen. Hierbei sorgt das eigene Gewicht zur ermüdenden und schmerzhaften Last auf Wirbelsäule und Gelenke. Diese Belastung überfordert den Körper durch ständige einseitige Anspannung großer Muskelgruppen, Gelenke und Bänder. Hinzu kommen Probleme mit Aufrechterhaltung des Kreislaufs. Die Folgen sind Rückenschmerzen, Beinbeschwerden bei zunehmend auffälligen Krampfadern, Kreislaufbeschwerden und Müdigkeit.

Was kann dagegen getan werden?
Hier heißt das Schlüsselwort "Belastungswechsel". Bei genauem Hinsehen muß nicht unbedingt jede Tätigkeit in den Stehberufen auch im Stehen ausgeübt werden. Spezialsitze gibt es nicht nur für Friseurinnen, sondern auch für Beschäftigte in Arzt- und Zahnarztpraxen sowie hinter Informationsständen etc. Besonders der Wechsel zwischen Sitzen und Stehen bringt dem Körper die größte Entlastung. Mit der Einrichtung von Mischarbeitsplätzen, der Bereitstellung von Bedarfssitzen oder Stehhilfen ist den Beschäftigten oft gut geholfen. Weitere Pflegetips zur Schonung der geschundenen Gelenke, Füße, Sehnen und Bänder, wie Massagen, Kaltwasserreize oder Barfußlaufen und eine Reihe von situationsgerechten Checklisten sind in einer Broschüre der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin aufgezeichnet.

Diese kostenfreie Broschüre, "Von früh bis spät stehen - Frauen in Stehberufen", kann bei der

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Gruppe Öffentlichkeitsarbeit/Presse
Postfach 17 02 02
44061 Dortmund
Fax: 02 31 / 90 71 524

angefordert werden.

 
 
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