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Rheinhessische Patienteninformation
 

Sodbrennen, ein lästiges Beschwerdenbild

 
 

Sanitätsrat Dr. Siegfried Zöller

Sanitätsrat Dr. med. Siegfried Zöllner
Facharzt für Innere Medizin

Viele Menschen leiden 1 bis 2 mal im Monat an Sodbrennen.
Das gelegentliche Auftreten dieses Beschwerdebildes etwa in der vorgenannten Häufigkeit besonders postprandial, hat in der Regel keinen Krankheitswert.

Leiden Patienten allerdings häufiger, besonders auch nachts daran, muß an eine Refluxkrankheit gedacht werden. In solchen Fällen sollte dem Patienten ein Arztbesuch dringend empfohlen werde. Aber auch der Arzt sollte seine Patienten gezielt nach "Sodbrennen" befragen. Etwa 9 von 10 Patienten haben noch nie von einer Refluxkrankheit gehört. Dabei leiden gut 40% aller Europäer an Sodbrennen. Rund 10% von ihnen weisen bei genauer Hinsicht an einer floriden Oesophagitis.
Bei diesen Betroffenen liegt bei ca. 10 % eine Zylinderzellmetaplasie in der Speiseröhre vor, die eine Vorstufe des Oesophagus-Karzinoms darstellt.

Wirksame Therapie ist verfügbar
Die meisten Patienten versuchen erst einmal mit Veränderungen ihres Lebenstils und ihrer Essgewohnheiten sowie Vermeidung von Stress eine Verbesserung ihrer Beschwerden herbei zu führen. Selten gelingt hierdurch eine Symptombesserung. Demnach kann eine Veränderung der Lebensgewohnheiten nur minimal einen Beitrag zur Therapie der gastrooesophagealen Refluxkrankheit leisten.

Einzig die Gaben beispielsweise eines schnell und lange wirkenden Protonenpupenhemmers (Omeprazol, Lanzoprazol, Esomepraprazol etc.) lassen eine Beschwerdebesserung zu. Damit können die Mukosa-Veränderungnen im unteren Teil der Speiseröhre ausgeheilt werden und der Patient kann somit die gesundheitsbezogene Lebensqualität mit verhältnismäßig einfachen Mitteln auf lange Sicht verbessern.

Antacida-Gabe, wie sie in früheren Jahren, und zeitweise unter falsch verstandenem Sparzwang, häufig bei diesem Beschwerdebild erfolgte, kann dieses Problem nicht lösen, und die zur Refluxkrankheit führenden Epitheldefekte nicht ausheilen.

Nur die Gabe eines Protonenpumpenhemmers kann hier eine effiziente Magensäureproduktion über gut 15 Stunden reduzieren. Weit mehr als 10 Jahre wirken Protonenpumpenhemmer, die in letzen Zeit durch eine verbesserte Galenik eine deutlich schnellere Wirkung zeigen, erfolgreich gegen die Refluxkrankheit und die Gefahr ihrer weiteren Komplikationen.

 
 
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